Mittwoch, 1. März 2017

5. Bootsauswahl

Ganz zu Beginn habe ich einfach mal im Internet gesucht, da habe ich (rein zufällig) einen Bausatz für ein Segel- und Ruderboot mit Namen 13'wPod gefunden, das mir seither immer als Referenz diente.




Dann fand ich ebenfalls im Internet eine Adresse biber-boote.ch mit dem Angebot: Ich helfe Ihnen beim Bau Ihres eigenen Kleinbootes.

Heute, am 15.3., habe ich einen Termin abgemacht bei diesem Bootsbauer in Büren.

Link:  biber-boote.ch


Es ist eine faszinierende neue Welt:




Der Mann ist Pensionär, vor allem aber ist er ein passionierter Bootsbauer, der selber schon viele Boote gebaut und mehreren Kunden zu ihrem eigenen Boot verholfen hat.
Er kommt selber nicht vom Bootsbau, hat sich aber über viele Jahre ein grosses Wissen und Praxis angeeignet.
Vor allem aber kann man hier ganz unkompliziert gegen ein kleines Entgelt Wissen, Rat und Hilfe holen, bei Bedarf kommt er auch nach Hause, und er leiht sogar seine speziellen Werkzeuge aus - eigentlich ist das genau das, was ich suche und brauche!

Beispielsweise braucht es in irgend einer Phase des Baus ziemlich viele Schraubzwingen, und die werden von ihm ausgeliehen, anstatt dass ich Dutzende davon kaufen müsste.





Er ist von "meinem" 13'wPod nicht sonderlich angetan.

Er empfiehlt mir eher ein etwas schnittigeres Boot, z.B. das Northeaster Dory:



Da muss ich aber die Notbremse ziehen, das wäre mit seinen 5,2 m Länge eindeutig zu gross, dieses könnte ich nicht aufs Autodach schnallen.

Also weitere Suche im PC ...:



... und da kommen wir schliesslich auf das Passagemaker Dinghy, das passt mir mit weniger als 4 m Länge schon viel besser.

Dieses Boot gefällt mir eigentlich sehr gut, es entspricht meinen Vorstellungen!



Die 2 Stunden bis zum Mittag sind schnell vorbei, und wir lassen es für heute damit bewenden.



Nach einmal Schlafen bin ich dann nicht mehr so zuversichtlich bezüglich des Passagemaker Dinghy.

Wenn ich mir die Bauweise anschaue:
Beim 13'wPod werden einfach vorgefertigte Sperrholz-Platten zusammengefügt, alles ist ziemlich eckig (aber dafür sicher viel einfacher zu bauen):



Das Passagemaker Dinghy ist da schon eine ganz andere Kategorie.
Da werden (auch vorgefertigte) Längsplanken exakt zusammengefügt, verleimt und geschliffen - ich weiss nicht so recht, ob ich dem dann gewachsen bin.

Hier Beispiele von dieser anspruchsvollen Bauweise aus der Biberboot-Werkstatt:




... und hier noch Bilder vom Passegemaker Dinghy (von der Homepage):






Ich kann diese Bauweise hier in der Werkstatt an anderen Booten anschauen - da werden verschiedene Holzteile exaktestens aneinander gepasst, fast wie eine Intarsie:




Ich bin unsicher.
Ich weiss nicht, ob ich diese Präzision und Geduld aufbringen würde.

Aber auf der anderen Seite ist es auch nicht leicht, wieder zum Eckigen zurückzukehren, wenn man einmal am Schnittigen gerochen hat....



14.4.2017:  Ich habe inzwischen noch andere Boote angeschaut, aber die waren alle zu gross (oder zu klein), zu schwer, usw., immer mehr bin ich auf "mein" Passagemaker Dinghy fixiert worden.
Sonja und Eveline haben einmal den Blog angeschaut und mir geschrieben, sie seien auch "für das Schnittigere".... - und die Töchter soll man doch nicht enttäuschen.

Eigentlich war für mich schon nach dem Besuch in Büren die Sache klar, aber ich brauchte noch etwas Zeit.


Nun steht es fest: 
Es soll das Passagemaker Dinghy werden!




Die Anfrage bei clcboats in Berlin hat ergeben, dass die Ausführung mit Segel nicht in die Schweiz geliefert werden kann.
Daraufhin habe ich beim Hauptlieferanten fyneboatkits in England eine Offerte verlangt, diese ist vor kurzem eingetroffen.
Der Preis incl. Lieferung des Bausatzes in die Schweiz ist im erwarteten Rahmen, die Lieferfrist ist etwa 4 Wochen (es scheint, dass die Bausatzteile erst nach Eingang der Bestellung hergestellt werden, und auch das Segel wird dann erst genäht).

Doch will ich jetzt nichts überstürzen!
Ich werde noch die Möglichkeit des Einbaus eines 2kW Elektromotors abklären, und dann noch beim eidg. Schifffahrstamt anfragen, ob keinerlei Einschränkungen bei der Zulassung zu erwarten sind.

7.5.17:
Die Abklärungen beim Schifffahrtsamt gestalteten sich  - vorsichtig ausgedrückt - äusserst mühsam!
Man fühlte sich nicht zuständig, meine Frage nach allfälligen Problemen bei der Zulassung zu beantworten (sie nehmen aber die Bootsprüfung ab!!).
Man verwies mich auf das Schifffahrtsgesetz und auf das schweizerische Schifffahrtsgewerbe....

Ich habe dann beim Hersteller in England nach Adressen von Personen aus der Schweiz nachgefragt, die schon ein gleiches Boot gebaut und geprüft haben - leider Fehlanzeige.

Schliesslich habe ich vom Entwickler des Bootes in den USA eine Antwort erhalten, er konnte mir via einen Zwischenhändler aus Frankreich eine einzige Adresse aus dem Kanton Waadt geben, der schon ein Passagemaker Dinghy gebaut hat - dort will ich in den nächsten Tagen anrufen.

Inzwischen konnte ich aber bei meinem Glasfaser-Laminierkurs (siehe Kapitel 6) einen Bootsbauer fragen, der zu meiner Freude absolut keinerlei Probleme für dieses Boot bei der späteren Schiffsprüfung erwartet!  

:)  :)

Damit ist nach diesem administrativen Zwischengeplänkel  der Weg frei für eine Bestellung des Bootes!!
Der Baubeginn sollte also anfangs Juni möglich sein.


Ein richtig schönes kleines Boot wird das, finde ich! 




10.5.17:  Wie erwähnt habe ich eine Adresse von einem Käufer im Waadtland, der dieses Boot schon gebaut hat.
So habe ich denn meine gestrige Mittwochstour für einen Besuch in dem kleinen Dorf Bournens, zwischen Yverdon und Lausanne, geplant.

Weiteres über diesen absolut hochinteressanten Besuch, nicht nur wegen dem Boot, siehe unter meinen Mittwochstouren:

Link: mittwochstouren17.blogspot.com

Hier steht es tatsächlich fixfertig in einem Schopf!:



Der Erbauer bestätigt mir ebenfalls, dass er mit der Zulassung keinerlei Probleme gehabt hat - damit wäre dieses Problem also keines mehr!
Eigentlich könnte es jetzt also losgehen.

Aber eben - es gibt neues Ungemach.

Wenn ich es so fertig vor mir stehen sehe, dann muss ich mir eingestehen, dass ein Transport auf meinem Autodach nicht in Frage kommt, das ist ausgeschlossen.
Vor allem die Breite, 140 cm, macht mir Kummer.
Ich habe mir zwar schon eine Mechanik zum Aufladen des Bootes aufs Dach ausgedacht - aber es ist ganz einfach zu gross.

Mein Auto (Prius) ist wegen dem Hybridantrieb mit grossen Batterien im hinteren Teil nicht für einen Anhänger zugelassen - nun habe ich also ein grösseres Transportproblem!

Ein einmaliger Transport an einen See liesse sich schon machen mit einem kleinen Miet-Lastwagen.
Aber ich bin noch nicht sicher, ob ich einen Trockenplatz an einem See bekommen werde, ich bin zwar schon auf Wartelisten.
Ein Aufbewahren zu Hause und immer wieder mal an irgend einen See fahren für einen Tag ist nun in weite Ferne gerückt.

Was nun?
Anderes Auto mit Anhängerkupplung anschaffen? Ausgeschlossen.

Immer wieder den Landi-Kleinlastwagen mieten für einen Tag? Kaum.
Oder doch kleineres Boot aussuchen????

:(

14.5.2017: Das Transportproblem ist doch nicht so gross wie befürchtet.
Ich bin (fälschlicherweise) davon ausgegangen, dass ich das Boot zeitweise zu Hause hätte und dann immer wieder mal an einen See fahren würde.

Von meinem allerersten Projekt, dem 13w'Pod gibt es dieses Bild im Internet:







So habe ich mir das vorgestellt, und ich habe es leider unterlassen, die Fuss- und Zollmasse umzurechnen.
Auf dem Bild schien das gar nicht so übel.







In Wirklichkeit muss das aber so gehen, dass das Boot nach dem Trocknen des letzten Leimtropfens an einen See gehört und dort bleiben soll - der einmalige Transport dorthin wird mit Werners Landi-Lastwägeli kein Problem sein.


So muss ich also jetzt auf breitester Front einen Trockenplatz suchen - eigentlich muss ich überall suchen, wo Wasser vorkommt.

Schon nach den ersten Telefonaten bin ich zuversichtlich, dass das gelingen wird, ich hätte bereits 2 Plätze, die ich ab sofort mieten könnte.

Mehr dazu siehe Kapitel 13: im See.


17.5.2017:  Nun reichts mit den Vorabklärungen und dem Zögern.
Heute habe ich das Passagemaker Dinghy definitiv bestellt!

:)  :)

Ich habe jetzt noch etwa 3 Wochen Zeit, den Carport/die Bootswerft gut auszurüsten
(und noch einen Einweihungs-Jassabend darin abzuhalten...).





Link zum:     Inhaltsverzeichnis

4 Kommentare:

  1. Lieber Fred
    zwei Gedanken zu Deinem Transportsproblem:
    - kann Dir der Betrieb, der beim Aufbau Deines Anbaus behiflich war, vielleicht hie und da einen Kleinlaster ausleihen oder
    - gibt es via sharoo oder mobility eine Lösung ?
    Ich drücke Dir die Daumen !!

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  2. Lieber Walter,
    Danke für die prompten Tips - Du leidest ja richtig mit!
    Ich habe auch schon an Mobility gedacht und angefragt, sie vermieten aber keine Autos mit Anhängerkupplung.
    Doch ich sehe schon die Lösung und bin dran - ich schreibe Dir mehr in einem Mail.
    Lieber Gruss
    Fred

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